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AKTUELLES

50. Karlsbergturnier 21.10.2018 Bericht

50. Karlsbergturnier 2018
Event am Samstag, 20.Oktober
60 Gäste aus 50 Jahren KBT waren in die Brauerei eingeladen. Darunter befanden sich Teilnehmer aus den ersten 10 Jahren. Der Initiator Franz Josef Klein ebenso wie der Sieger des 1. Turniers Walter Jung. Die Homburger Siegerin 1970, Anni Ecker war ebenfalls wie auch der Gewinner 1970, Francois de Corbier aus Trier anwesend. Der gebürtige Franzose ist inzwischen 87 Jahre alt und hat extra seinen Urlaub in seiner Heimat Bordeaux verschoben. Damals war er mit 37 Jahren schon einer der Älteren. Ebenso war der Homburger Dr.Thomas Fritz aus Dortmund angereist. Er gewann das 10. Turnier 1978. Weiter unter den Gästen waren Vertreter der Saarl. Vereine, sowie Heidelberger, Wittlicher, Darmstädter und Zweibrücker Fechter. Als Vertreter der Stadt war Rüdiger Schneidewind anwesend, den TV Homburg vertrat Hartmut Greulich, Astrid Bonaventura den Stadtverband für Sport.
2 Fechter, Michael Burkart( Darmstädter FC) und Rolf Kittler, früher FSV Klarenthal, jetzt TSG Rohrbach waren über 25 x am Start.
Erfreulich, dass sich der geschäftsführende Gesellschafter der Karlsberg Brauerei , Herr Christian Weber nicht nehmen ließ, als Hausherr die Gäste zu begrüßen.
Hervorragend war die Organisation durch Herrn Stefan Brass in der Brauerei und Norbert Feß von Seiten des Fördervereins Fechten. Eine hervorragende Brauereibesichtigung fand mit dem Braumeister Thomas Kaiser statt.
Norbert Feß ließ es sich nicht nehmen in seiner Begrüßung auch allen Helfern der vergangenen Turniere, namentlich Herr Volker Bernhard, der seit 1976 bei allen Turnieren als Waffenprüfer und Reparateur anwesend war zu danken. Er fasste auch die vergangenen Turniere zusammen.
In den 70er und 80er Jahren waren teilweise 150 Teilnehmer am Start In dieser Zeit waren die Deutschen Fechter, dank Emil Beck in der Welt Nr. 1. Danach stagnierte es immer mehr, die Teilnehmerzahlen sanken und immer mehr Turniere starben.
Das Karlsbergturnier ist inzwischen das Zweitälteste Turnier in Deutschland nach der „Alten Salzstrasse“ in Ratzeburg.
Im Damenflorett wurden bis 2004 36x die Waffen gekreuzt. Es gab 23 versch. Siegerinnen. 5x gewann Christiane Weber ( FSG Dillingen)in den 70er und 80er Jahren, ebenso Gesa Drochner (TSG Kaiserslautern)zwischen 1997 und 2002. 1982 ging der Pokal nach Israel an Nili Drori, 1984 an Mariette Schmitt nach Luxemburg und 1986 an Gertrud Cocker nach Australien.
1989 wurde Damendegen in das Programm aufgenommen. Von 1989 unter dem Coca Cola Cup bis 1996, danach als Damendegen Cup bis 2004. Ab 2005 gab es das Karlsbergturnier im Degen der Damen. Insgesamt konnte Susanne Weisgerber 8x das Degenturnier gewinnen und ist die Rekordsiegerin. Je 4x gewannen Karen Neuhaus ( TSG Friesenheim ) und Wiebke Blase (TSV Mannheim) Danielle Trittelvitz (TG Rohrbach) gewann 3x den Titel. Bei 30 Austragungen gab es 13 in versch. Siegerinnen.
Bei den Degenfechtern gab es in 50 Jahren 37 verschiedene Sieger. Nur 1 Fechter schaffte es 3x zu gewinnen, Alf Lamprecht, der gebürtige Saarländer gewann 1992 und 1998 für den FC TBB und 2000 für den ATSV Saarbrücken. 13x blieb der Sieg im Saarland. 1991 ging der Pokal nach Australien an Bob Davidson. Der Verein mit den meisten Gewinnern war (Heidelberger FC TSG Rohrbach) mit 7 Siegen vor dem FC Tauberbischofsheim mit 6 Siegen.
Insgesamt waren ca. 4000 Fechter aus 10 Ländern und über 60 Vereinen am Start.
In den Anfangsjahren gab es abends eine große Party in der Homburger Gastronomie mit Live Musik. Es wurde bis spät gefeiert und am Sonntagmorgen ging es weiter. Samstags wurde von Mittag bis abends bis zu den letzten 24 Teilnehmern runter gefochten.Am Sonntag die Sieger ermittelt.
Heute sind die Vereine mit privaten Turnieren froh, wenn pro Waffe noch 30 Fechter antreten.
Es gab verschiedene Gründe dafür, sicherere Fechtanzüge, Spezialstahl Maraging für Klingen ( der im Saarland entwickelt wurde), und Masken mit VA Stahlgefecht was den Sport verteuerte.
Ebenso ganz gravierend die Einführung des G8 Abiturs und die längeren Schulzeiten.
Die Kinder haben heute durch die neuen Medien nur noch wenig Zeit für Sport und auch keine Lust zur Bewegung.

Beim diesjährigen Turnier waren 25 Degenfechter am Start. Über 2 Setzrunden wurde ein KO ermittelt. Sieger wurde in einem spannenden Finale Johannes Wiesemann ( Darmstädter FC), der auch schon 2015 gewonnen hatte gegen den Sieger von 1997 und 2008 Alexander Trütschler von Falkenstein ( HFC TSG Rohrbach), der bei der TG Rohrbach im Saarland das Fechten lernte und jetzt beruflich in Heidelberg tätig ist. Auf den beiden 3. Plätzen landeten der ehemalige Homburger Tobias Kuntz ( PSV Karlsruhe) und Richard Laue ( HC Bad Dürkheim) 5. wurdeDaniel Gries (TG Rohrbach, Sieger2014 vor Andre Schmidt(FC Darmstadt), Sieger 2016,. Der Luxemburger Emile Colling wurde7. vor Nils- Frederik Schuhmacher (TG Rohrbach). Der Homburger Lars Imbsweiler landete auf Platz 11 und Norbert Feß, der auch beim 1. Turnier 1969 gefochten hatte, auf Platz 20. Dieter Dörrenbächer wurde 25er.
Bei den Damen waren 17 Fechterinnen am Start.
In spannenden Kämpfen setzte sich Carolin Breitwieser (TSG Friesenheim) mit 15:14 gegen ihre Vereinskameradin Renate, die bereits 1990 und 2007 Siegerin war, durch. Auf den 3. Plätze landeten Alina Heckel(PSV Karlsruhe) und Sarah Reeb ( TSG Kaiserslauern). 5. Carolin Kolb (PSV Karlsruhe). Platz 6 die Siegerin von 2009, 2010 und 2012 Danielle Trittelvitz(TG Rohrbach) vor Sarah Zimmer (1. FC Holz) und ihrer Vereinskameradin Esther Kuhnert . Die Homburger Nachwuchsfechterin Kristina Ecker konnte sich in ihrem 1. Aktiven Turnier noch nicht durchsetzen und belegte Platz 15.

Homburg , den 224.10.2014

Norbert Feß

 

Eingetragen von Norbert Feß am 25.10.2018 (10:56 Uhr)